Warum prokrastiniere ich? Die Psychologie des Aufschiebens

Warum prokrastiniere ich?

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Ertappst du dich manchmal dabei, dass du wichtige Aufgaben bis zur letzten Minute aufschiebst? Fragst du dich auch: Warum prokrastiniere ich? Wenn ja, dann bist du nicht allein. Prokrastination ist ein häufiges Problem, mit dem viele Menschen zu kämpfen haben.

Warum tun wir es also? Warum setzen wir uns wissentlich all diesen Turbulenzen aus? Die Antwort ist kompliziert, aber es gibt ein paar psychologische Schlüsselfaktoren, die zu unserer Neigung zum Aufschieben beitragen.

In diesem Blogbeitrag werden wir die Psychologie der Prokrastination erörtern und erklären, warum Menschen dazu neigen, Dinge aufzuschieben.

Warum prokrastiniere ich?

Menschen prokrastinieren aus den unterschiedlichsten Gründen. Manche Menschen zögern, weil sie Perfektionisten sind und das Gefühl haben, alles perfekt machen zu müssen. Andere zögern, weil sie Angst haben zu versagen oder weil sie nicht wissen, wie sie die Aufgabe angehen sollen.

Hier haben wir für dich die häufigsten Gründe aufgeführt, warum wir prokrastinieren:

Angst vor dem Scheitern

Grund 1 für Prokrastination: Angst vor dem Scheitern

Ein häufiger Grund, warum eine Person prokrastiniert, ist die Angst vor dem Scheitern. Hast du beispielsweise eine sehr herausfordernde Aufgabe zu erledigen, dann mag es anfänglich abschrecken. Du denkst dir vielleicht: „Ich kann das nicht, es ist zu schwer.“ Anstatt es zu versuchen und womöglich zu scheitern, schiebst du es also auf.

Die Angst vor dem Scheitern ist also ein weitverbreiteter Grund dafür, warum wir Aufgaben und Themen aufschieben. Meistens ist diese Angst unbegründet, denn mit sorgfältiger Arbeitsweise kannst du die meisten Aufgaben erfolgreich erledigen. Wenn du aber aus Angst gar nicht erst anfängst und stattdessen prokrastinierst, bist eigentlich bereits dadurch gescheitert.

Mangelnde Informationen und zu wenig Wissen

Grund 2 für Prokrastination: Mangelnde Informationen

Ein weiterer häufiger Grund für Prokrastination ist, dass Menschen nicht genügend Informationen oder Wissen, das Thema verfügen. Dadurch kann die Aufgabe nicht richtig verstanden werden. Das lässt zum einen nicht richtig einschätzen, was zu tun und gefordert ist und auch welche Fähigkeiten dazu notwendig sind. Außerdem kann dies zu Gefühlen der Angst und Unsicherheit führen.

In diesen Fällen ist es am besten, jemanden um Rat zu fragen, der über die nötigen Informationen und Kenntnisse verfügt. Es gibt Klärungsbedarf und wenn dieser aus dem Weg geräumt ist, wird das Thema auch zugänglicher.

Perfektionismus

Grund 3 für Prokrastination: Perfektionismus

Manche Menschen haben eine perfektionistische Einstellung, bei der sie das Gefühl haben, dass alles perfekt gemacht werden muss. Das kann zu Prokrastination führen. Ein Grund in diesem Zusammenhang, warum Perfektionisten prokrastinieren ist, dass die Person Angst hat, etwas zu beginnen, wenn sie nicht weiß, dass sie es perfekt machen kann. Diese Angst, nicht perfekt zu sein, hält davon ab, überhaupt etwas zu beginnen.

Ein weiterer Grund, warum Perfektionisten prokrastinieren, ist, dass sie oft unrealistische Ansprüche haben. Sie wollen, dass alles perfekt ist, aber in Wirklichkeit ist nichts jemals perfekt. Das kann zu einem endlosen Kreislauf führen, in dem sie versuchen, Perfektion zu erreichen, die letztlich unerreichbar ist.

Es ist wichtig, dass Perfektionisten lernen, Unvollkommenheit zu akzeptieren.

Mangelnde Motivation

Grund 5 für Prokrastination: Fehlende Motivation

Ein weiterer Grund, warum Menschen aufschieben, ist mangelndes Interesse oder fehlende Motivation für die anstehende Aufgabe. Wenn dir eine Aufgabe langweilig oder unwichtig erscheint, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass du sie angehen willst.

Falls die Wichtigkeit hier nicht vorhanden ist, dann ist berechtigterweise zu hinterfragen, ob die Aufgabe überhaupt benötigt wird. Falls aber doch, dann ist mangelnde Motivation ein klassischer Grund für Aufschieberitis.

Prokrastination als Gewohnheit

Grund 4 für Prokrastination: Aufschieben als Gewohnheit

Aufschieben kann auch zur Gewohnheit werden. Wenn du etwas einmal aufgeschoben hast, fällt es dir leichter, es beim nächsten Mal wieder zu tun. Das liegt daran, dass du bereits ein Verhaltensmuster entwickelt hast.

Aus der Aufschiebe-Prokrastination kommst du dann schwieriger wieder heraus. Deshalb ist es immer einfacher, zu verhindern, dass Aufschieben zu einer Gewohnheit wird.

Desorganisation

Grund 6 für Prokrastination: Desorganisation

Ein weiterer häufiger Grund für Prokrastination ist Desorganisation. Wenn du nicht organisiert bist, ist es schwierig, den Überblick darüber zu behalten, was zu tun ist. Das kann dazu führen, dass du dich überwältigt und gestresst fühlst.

Wenn du unorganisiert bist, ist es wichtig, dass du dir die Zeit nimmst, deine Themen zu strukturieren. Wenn du einen Plan hast und weißt, was zu tun ist, fällt es dir leichter, dich an die Arbeit zu machen.

Was ist Prokrastination überhaupt?

Prokrastination ist der Akt des Aufschiebens oder Verzögerns von etwas. Abgeleitet wird das Wort vom lateinischen Wort „procrastinatio“, welches „Aufschub“ bedeutet.

Es bezeichnet formell das Verlegen des Beginns mit dem Beschäftigen mit einer Aufgabe auf einen zukünftigen Zeitpunkt, ohne plausiblen Grund.

Wir haben es alle schon einmal getan – den Hausputz, die Wäsche, eine Aufgabe auf der Arbeit oder das Lernen für eine Prüfung aufgeschoben. Diesen Akt nennt man auch „Prokrastination“ oder umgangssprachlich „Aufschieberitis“.

Die Auswirkungen von Prokrastination

Auswirkungen von Prokrastination

Jetzt, wo du weißt, warum wir prokrastinieren, genauer gesagt, was Gründe dafür sein können, möchten wir noch einmal auf die Auswirkungen der Aufschieberitis eingehen.

Es gibt zunächst Auswirkungen, die Aufschieberitis direkt auf uns selbst als Menschen hat. Auswirkungen dieser Art können sowohl physisch als auch psychisch sein. Jemand, der seine Steuererklärung aufschiebt, kann etwa Angst und Stress empfinden, wenn die Frist näher rückt. Das kann zu schlaflosen Nächten und einem allgemeinen Gefühl der Unruhe führen. Außerdem kann das Aufschieben auch unsere körperliche Gesundheit beeinträchtigen. Wenn wir Dinge wie Arztbesuche oder Sport aufschieben, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass wir später negative gesundheitliche Folgen erleben.

Daneben gibt es natürlich auch Auswirkungen von Prokrastination, die zwar weniger direkt auf das eigene Gemüt wirken, aber auf das Umfeld. Das wiederum betrifft uns dann in einer Weise. Wenn du beispielsweise im Beruf Aufgaben immer wieder aufschiebst und dadurch Fristen nicht einhältst, dann wirkt sich das nicht nur auf die Qualität deiner Arbeit auf, sondern kann dich eventuell irgendwann auch deinen Job kosten. Wenn du das Lernen für Prüfungen aufschiebst, kann es passieren, dass du nicht nur schlechtere Noten bekommst, als du hättest erreichen können, sondern auch deine Familie oder Freunde enttäuschst, die auf dich gezählt haben.

All dies sollte deutlich machen, dass Prokrastination keine harmlose Marotte oder Charaktereigenschaft ist, sondern tatsächlich ernsthafte Konsequenzen haben kann. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns der Gründe bewusst sind, warum wir zur Prokrastination neigen, und versuchen, Wege zu finden, diese Tendenz zu überwinden.

Unser Fazit dazu, warum wir prokrastinieren

Unser Fazit zum Thema "Warum prokrastiniere ich?"

Prokrastination ist ein komplexes Phänomen mit vielen Ursachen. Wir haben uns einige der häufigsten Gründe angeschaut, warum Menschen prokrastinieren, und wie sich das direkt und indirekt auf sie auswirken kann. Es ist wichtig, sich dieser Auswirkungen bewusst zu sein, damit wir bei Bedarf Schritte unternehmen können, um die Prokrastination zu überwinden.

Ist Prokrastination ein Thema für? Wenn ja, ist es wichtig, sich der Gründe bewusst zu sein, warum wir zum Aufschieben neigen, und Wege zu finden, diese Tendenz zu überwinden. Wenn wir die Ursachen für unser Verhalten verstehen, können wir daran arbeiten, unsere Gewohnheiten zum Besseren zu verändern.

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Tobias Jakob
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